CDU: Stadtbusse sollen abends länger fahren
09. Februar 2010
Die Busverbindungen sollen in den Abendstunden ausgeweitet werden. Dafür hat sich der CDU Stadtverband am Wochenende in seiner Klausurtagung ausgesprochen. Von den verlängerten Fahrtzeiten soll vor allem die Innenstadt profitieren.
Die Unionsvertreter waren sich einig: Die Verbindungen in den Abendstunden sind katastrophal. "Nach 22 Uhr fährt kein Bus mehr in die City", schildert Parteichef Benedikt Jerusalem. Wer auf den Nahverkehr angewiesen sei, habe zu dieser Zeit kaum Gelegenheit, ins Stadtzentrum oder aber in die umliegenden Orte zu fahren.
Der Gedanke an eine ausweitung der Stadtbus-Intervalle ist nicht neu, bislang wurde er jedoch regelmäßig von der Verwaltung abgelehnt. Der Grund: die hohen Kosten. Planungsdezernent Werner Hoffmann rechnet mit 25.000 Euro Mehrausgaben, wenn die Busse nur eine Stunde länger fahren würden. Schon heute zahlt die Stadt für den Busverkehr rund 950.000 Euro. Der CDU-Stadtverband kann sich damit jedoch anfreunden, "noch ein Schüppe drauf zu legen", wie Jerusalem meint: "Das ist gut investiertes Geld." Der Vorsitzende geht davon aus, dass eine über den nahverkehr besser zu erreichende Innenstadt mehr Menschen anlocken würde. "Das wird sich nicht nur positiv auf den Handel auswirken, auch die Gastronomie wird davon profitieren", unterstreicht der Vorsitzende.Nach Vorstellungen der Union sollen die erweiterten Taktzeiten aus Parkgebühren finanziert werden. Der hinterdgrund: Vom Finanzauschuss wurde jetzt bei der Stadtverwaltung ein so genanntes Parkraumbewirtschaftungs-Konzept in auftrag gegeben. Es soll untersucht werden, welche Stellflächen im Stadtgebiet mit Gebühren belegt werden können. Jerusalem: "Das eingenommene Geld sollte wieder für den nahverkehr ausgegeben werden."
Quelle: Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 09.02.2010